über Wasser, Wolken, Stahl und mehr. . .

Die "Dicke Lippe"

Schlauchboot Quicksilver QS 430 XS HD

 


1. Einleitung & Kauf

Seit ich 16 Jahre alt war, träumte ich von einem eigenen Boot. Ein Motorboot sollte es sein. Ich stolperte über Schlauchboote und stellte fest, dass diese, wenn zerlegbar, leicht aufbewahrt werden konnten und gar nicht sooo teuer waren, aber dennoch ernstzunehmende Boote sind. Sie vertrugen eine Menge Wetter und Seegang, konnten eigentlich auch nicht untergehen. Ich sammelte alle Informationen über diese Bootsgattung, forderte Prospekte an und beschaffte mir Fachliteratur. Allein, es blieb beim Träumen. Das Leben forderte immer wieder andere Präferenzen bei der Planung. So dauerte es dann bis ich sage und schreibe 40 Jahre alt war, bis ich mein erstes motorisiertes Wasserfahrzeug anschaffen konnte.

Nach intensivem Vergleichen, einem Abwägen von Preis und Leistung, bestellte ich im Jahre 2006 beim Wassersportzentrum Grühn, Koblenz ein Quicksilver 430 XS HD in rot, mit einem 5 PS starken Mercury Aussenborder. Einen Führerschein besaß nich noch nicht, und so stellten 5PS eben die magische Obergrenze dar.


Ein zerlegbares Schlauchboot sollte es schon werden, da mein "Zigeunerhaken", (dieser putzige Ausdruck soll in keinster Weise eine Herabsetzung von Roma oder Sinti darstellen, die ich bei vielen Begegnungen durchaus als honorige Menschen erlebt habe!), im Urlaub ja schon von meinem Wohnwagen belegt war und ich das Boot auf jeden Fall mitnehmen wollte.


Wie kam es nun zum Namen des Bootes? Ich fragte zuhause am Frühstückstisch in die Runde und mein Sohns meinte sofort: "Tornado!" Ich bremste ihn jedoch und meinte, wenn wir als "Tornado" mit einem 5PS Motor am Heck in einen Hafen einliefen, würden die anderen Bootseigner wohl lachend vom Steg fallen. Auch Tiernamen wie Seeadler oder ähnlich fand ich nun nicht so prickelnd, so heißenm ja Tausende von Booten.

Und,...na ja, meine damalige Frau hatte es nicht so mit Wasser und Booten, das war mir und meinem Sohn ja seit der Morgana durchaus bewußt, sie meinte jedenfalls, schon rein optisch, mit diesen dicken, roten Schläuchen sollte ich das Ding doch einfach "Dicke Lippe" nennen. Das fand ich ganz witzig, aber nach der Taufe sprach mein Sohn erst mal 2 Tage nicht mehr mit mir, als er sah, dass ich das wirklich ernst meinte.


Die Option, später mit Führerschein einen stärkeren Motor an das gleiche Boot zu hängen, war ja "serienmäßig" vorhanden. Die Auswahl fiel auf dieses Boot, da es über eine 5-fach PVC-Haut verfügte, einen soliden Alu-Boden besaß und oft von THW und der Feuerwehr geordert wurde. Es war preiswert und ich war mit dieser "Koreapelle", wie ich sie im Anschluss im schlauchboot-forum nannte, bis zuletzt sehr zufrieden. Durch die dickere PVC Bootshaut war das Boot wesentlich schwerer, als die Konkurrenz, aber auch weitaus solider. Das Quicksilver hatte einen weitaus höher aufgebogenen Bug und einen dickeren Luftkiel als die Konkurrenz, war dadurch in Wellen viel stabiler, der rundum augesetzte Süllrand verhinderte zuverlässig, dass Tropfen durch den Fahrtwind über die runden Bordwände ins Boot rollten.

(Übrigens ein Alu-Boden hat ja nicht nur Vorteile, sicher, wenn man regelmäßig Tauchflaschen transportiert ist er schon nötig, aber Aluminium wird in der prallen Sonne, gerade in Spanien unter den Fusssohlen schon wirklich unangenehm heiß. Für den normalen Bootsfahrer ist da der Holzboden besser geeignet und vor allem leichter und billiger!)


2. Die Ausrüstung

Als wichtiges Zubehör entschied ich mich für einen externen 23 Liter-Tank mit Pumpball, demontierbaren Heck-Sliprädern, einen 3kg Klappdraggen mit Kettenvorlauf als Anker, mehrere Leinen, einen Bootshaken, Flaggenhalter, zwei Zugaugen für den Spiegel, eine rote Flagge und Feststoffwesten für die ganze Familie.

Den Schleusenhaken bog ich mir mit aus einer 10mm Gewindestange selbst und montierte auch einen soliden Holzgriff.

Der Vorteil der Edelstahlgewindestange ist einerseits die Rostfreiheit und andererseits rutscht der Haken an den diversen Haltevorrichtungen in der Schleuse auch nicht so leicht ab und bioetet umso besseren Grip, je höher der Zug wird.

Im nebenstehenden Bild kann man ihn sehen.

Später besorgte ich mir noch einen alten Jollentrailer, den ich mit Langauflagen und Bugauflage für die Fahrten zu Hause anpasste, so musste das Boot nicht immer wieder neu aufbauen. Zerlegt wurde es lediglich im Winter und für die jährliche Fahrt nach Spanien oder an die Nordsee.

Dieser Jollentrailer war übrigens recht einmalig, denn ich ummantelte die ursprünglich schmalen Langauflagen mit sehr dicken Armaflexschläuchen, was zu Folge hatte, dass der Trailer an der Slipstelle schwamm. Dadurch, dass ich die Deichsel mit einem Fuß belastete, konnte ich den Trailer bis zum Boden drücken und so seitlich unter das Boot schieben, was  erst verwunderte und dann amüsierte Blicke provozierte. Das war nämlich wirklich sehr praktisch!

Ich bastelte mir für das Boot auch eine Windschutzscheibe, wurde doch bei entsprechendem Gegenwind (später auch Fahrtwind), das vom wulstigen Bug verursachte Spritzwasser bis hinten an meinen Sitzplatz neben der Pinne getrieben. Der erste, niedrige Entwurf überlebte nicht lange und war ohnehin viel zu niedrig.

Für die nächste Saison bog ich mir dann  einen vernünftigen Windschutz aus dickem Plexiglas und er bot eine perfekte Funktion, selbst bei unserer Hafenrundfahrt in Hamburg.

Diesesmal stand das Material einfach, völlig ohne Rahmen, von innen auf dem Material des Süllrandes auf.

Dadurch,  dass die komplette Scheinbe aus einem Stück gefertigt war, sah man sie kaum und die Größe fiel nur auf, wenn sie zufgällig in einem spiegelnden Winkel stand.

Ein guter Wind- und Wetterschutz, gerade mit dem stärkeren Motor,... und so wunderbar transparent.

Befestigt war sie rundum mit schwarzen, 10mm breiten Kabelbindern an den serienmäigen Messingaugen im Süllrand, hier war auch die rundum laufende Halte- bzw. Sorgleine. Das hielt bombenfest, war absolut klapperfrei und ließ sich trotzdem in 1 Minute montieren oder entfernen.


3. Die ersten Fahrten

Zunächst war die Lahn unser angestammtes Revier:



4. Die Aufrüstung

Als ich aber das erste Mal in meinem Leben im März 2007 für mehr als 2 Wochen arbeitsunfähig geschrieben wurde, packte mich nach 3 Wochen der absolute Frust und ich entschied mich dazu, einen ordentlichen Motor für die Dicke Lippe zu kaufen. Zwar besaß ich noch keinen Führerschein, aber in Spanien hatten wir vom Surflehrer unseres Campingplatzes  mal die Erlaubnis erhalten seinen 25PS-Motor, allerdings ein Langschaft-Motor, versuchsweise an die Dicke Lippe zu hängen. Wir fuhren damit quer durch die Bucht von Rosas und das war natürlich schon eine völlig andere Welt...  Beim Schlauchitreffen im Mai 2007 in Bettingen  wollte ich mit dem eigenen Boot den Anschluss halten können, statt stetig nur irgendwie hinterher zu tuckern. Sicher, auf der Lahn hatten wir ausreichend Leistung am Boot und konnten uns im Rahmen der Geschwindigkeitsbeschränkung durchaus bewegen, aber auf dem Rhein wurden wir mit dem 5PS Aussenborder schon durch die Rentner mit Rollator am Ufer, bei Bergfahrt schlicht überholt... Irgendwie erwachte da bei den Senioren dann auch der Ehrgeiz.

Ich stöberte im internet, fand einen geeigneten Johnson 2-Takter mit 30 PS, stieg ins Auto, und fuhr an einem Samstag dann nach einem Umweg zum Geldautomaten in den Ruhrpott zu einem Händler. Eine witzige Aktion, der Händler wollte mir den Motor vorführen und besaß neben dem Ausstellungsraum ein Wasserbecken. Er kramte einen Tank hervor, von dem er nicht wusste, wieviel Benzin drin war und ob schon 2-Takt-Öl beigemischt wurde. Zur Sicherheit gab er einen "guten Schluck" Öl hinzu und startete dann den Motor. Ja, was soll ich sagen, die Mischung kam wohl auf 1: 10. Damit hatte der Motor zwar Startschwierigkeiten, aber unter Zuhilfenahme von Startpilot ("Hmmm, hat wohl lange gestanden") sprang er dann an. Aber wie! In kürzester Zeit war Werkstatt und Showroom, (er hatte die Tür nicht geschlossen), voll mit dichtem weißem Qualm. Sichtweite wie in einer Hardcore-Diskothek ca. 2m. Der zweite Lapsus war, dass die Kronenmutter, die die Schraube hält nicht mit einem Splint gesicheret war. Nach Einlegen des Rückwärtsgangs quirlte der Motor das Wasser irgendwie nicht mehr durch. Angekippt stellten wir fest, dass Propeller, Washer-Scheibe und Kronenmutter nun wohl auf dem Grund des Beckens liegen mussten. Nach rund 30 Minuten war aber alles gefunden, der Kauf wurde besiegelt, der Motor ins Auto getragen und schon war ich stolzer Besitzer eines 30PS Motors, den ich direkt montierte und zusätzlich zu dem 5PS Flautenschieber, nun als Hauptmotor, im IBS eintragen ließ.


5. Fahren ohne Führerschein!

Nur durfte ich diesen Motor aber gar nicht alleine fahren, der Führerschein war ja noch gar nicht erworben. Sofort schrieb ich einen entsprechenden Hilferuf ins Schlauchbootforum: "Welcher Führerscheinbesitzer kommt mit um meinen Motor zu testen?" (Erläuterung: Anders als bei den Landratten, muss lediglich ein Bootsführer, also Führerscheininhaber, an Bord sein. Tatsächlich fahren darf dann binnen jeder, der über 16J alt ist und auf See jeder der geeignet ist, also ggf. sogar ein 12jähriger.) 

Exkurs:

Ja, diese Verordnungen sind nicht so wirklich einleuchtend. Als wir in Stade wohnte bekam mein Sohn ein eigenes Boot mit einem 5PS Yamaha. Damit durfte er sogar offiziell alleine durch den Hamburger Hafen fahren, da dort See und Binnenführerscheine gültig sind. Die dicke Lippe unter Aufsicht mit 5PS über die Lahn steuern ist dagegen selbst nur als Rudergänger unter Aufsicht nicht zulässig. Absolut gefährlich und leichtsinng! Hier also erst mal ein Foto eines (bereits verjährten) Verstoßes Binnen:

Hier eine Auswahl von Aufnahmen mit Lorenz. Nicht leichtsinnig, nicht gefährlich und daher eben auch absolut zulässig, mit seinem eigenen Boot auf der Elbe (See):


Aber wieder zurück zu meinem Problem!

Harry, unsere Forums-Mutti meldete sich sofort und wir verabredeten uns an der Mosel bei Güls, wobei Harry , der aus der Pfalz anreiste, weitaus den weiteren Weg hatte. Aber er erkannte direkt die Qualen meines Dilemmas und hilfsbereit wie nun mal ist, ließ ers sich direkt "breitschlagen" und kam mit seinem Motorrad in kürzester Zeit zum eilig vereinbarten Treffpunkt:  DANKE HARRY!

Das Boot wurde in Güls gewassert, der Trailer direkt daneben geparkt, (heute ist das an dieser Stelle gar nicht mehr möglich...).

Hier an dieser steilen und kurzen Slipstelle, die ja für große Boote gar nicht geeignet ist, konnte ich die Vorteile meines Schwimmtrailers voll ausspielen.

Dann "brausten" wir über die Mosel.

Ja, es war noch früh in diesem Jahr und bis auf Ganzjahreslieger, waren wir im Winninger Hafen komplett alleine.

Das Boot schaffte es jetzt mit 30 PS, wie zuvor auf der Lahn mit 5PS auch, so gerade eben die Geschwindigkeitsbeschränkung zu streifen. (Mehr geht dann aber noch auf Rhein, Main und Elbe...)

Wie Harry ja immer wieder konstatiert:

"Ja, und da ist es wieder: Das typische, dämliche Grinsen der Bootsfahrer!"

Die Probefahrt war gut verlaufen, der nächste Prüfungstermin in Köln war aber erst im Juni und im Mai stand das Treffen in Bettingen am Main auf dem Plan.... Es galt jemanden zu finden, der dort ohne Boot anreist, einen Führerschein besitzt und sich zu uns in die Dicke Lippe setzt. Aber dem Forum sei Dank, wurde auch diese Aufgabenstellung zur Zufriedenheit aller gelöst. Hier noch ein paar Bilder von diesem letzten führerscheinlosen Treffen...

Am 14.06. prügelte ich mir das nötige Wissen für den SBF See autodidaktisch, (ohne Fahrschulkurs o.ä.), in ~18h am Stück in mein helles Köpfchen und bestand die Theorie und Praxis am 15.06. vor der Prüfungskommission in Köln. In der darauf folgenden Woche wiederholte ich das Procedere für den SBF Binnen. Diesesmal paukte ich lediglich 11h am 22.06. und bestand dann auch am 23.06. die Theorie. Da ich mit der See-Prüfung angefangen hatte und die Praxis dabei schon abgelegt hatte, entfiel die erneute Praxisprüfung. Dies ging aber nur durch die Einhaltung der richtigen Reihenfolge: Erst SEE dann BINNEN!

Damit endete dann meine führerscheinlose Zeit und ich durfte zukünftig ohne die Hilfe Anderer beruhigt weltweit alleine auf alle Gewässer...


6. Rhein & Mosel

Diese beiden Flüsse blieben vorerst meine bevorzugten Reviere, ja wir fuhren auch auf dem Main und der Weser, aber Rhein und Mosel lagen vor der Türe, und mit der Dicken Lippe störten uns die Beschränkungen auf der Mosel ja nicht. Der Rhein kannte in unserer Gegend ohnehin keine Feschwindigkeitslimmits. Tja und die Lahn machte beim dauerhaften Tuckern mit dem stärkeren 2-Takter nicht wirklich Spaß. Ihre Rolle sollte dann erst später mit dem Kanu wieder wichtiger werden.

Wir luden Vater und Muttern ein, auch die Pfadfinder meines Sohnes fuhren mit uns auf der Mosel oder auch gerne Tube auf dem Rhein. Insofern war die Dicke Lippe ein bei allen beliebtes, zuverlässiges und sicheres Boot:

Auch als Abschlepphilfe für ausgefallene andere Wasserfahrzeuge durfte sie sich ab und zu beweisen.

Gerne tobten wir an unserem Campingplatz ind Rodenkirchen mit der Dicken Lippe über den Rhein. Aber dort war auch eine Wasserskistrecke ausgewiesen, die uns direkt vor der "Türe" das Tubeziehen ermöglichte. Für meinen Sohn und seine Freunde eine wirklich tolle Sache...

Spaß war garantiert!



7. Die Dicke Lippe und die TMS Telstar

Am 13.09.2007 "rettete" meine 4,30m lange Koreapelle die TMS Telstar. Na, ja rettete vielleicht nicht, aber sie konnte vielleicht doch eine Havarie verhindern...

An diesem Tag  hatte ich meine beiden besten MA zu einer Bootsfahrt mit anschließendem Essen auf dem Sürther Bootshaus bei Köln eingeladen. Als wir dort ankamen lag dieser niederländischer Tanker flussaufwärts am linken Flussufer (neben der Buhne, die den Sürther Sportboothafen umschließt), vor Anker. Dies fand ich erst mal recht ungewöhnlich, da ich dort noch nie habe ein Schiff vor Anker liegen sehen.

Wir setzten uns also in das Bootshaus, tranken und bestellten uns auch etwas zum Essen. Ich saß mit direktem Blick zum Heckaufbau der Telstar, etwa in Höhe des ersten Fensters. Nach ca. ¼ Stunde fiel mir auf, dass ich nicht mehr vis á vis dem Heck saß, sondern direkt auf den Bug guckte.

Bei genauer Peilung zum anderen Ufer stellte ic fest, dass das Schiff mit ca. 0,4 km/h langsam achteraus abtrieb. Der Anker slippte also! Weder auf Deck noch im Ruderhaus war irgendeine Bewegung oder ein Besatzungsmitglied zu sehen, alle Rollos des Wohnaufbaus waren herabgelassen. Ich ging also davon aus, dass der Ankeralarm entweder nicht eingeschaltet war, oder nicht funktionierte.

Da das Schiff aber vorher laut der Wirtin schon rund 4 Stunden unverändert dort lag, nun aber in diesem kurzen Zeitraum ~100m abgetrieben war, musste ich davon ausgehen, dass die Besatzung dies nicht merkte! Ich sprintete also zur "Dicken Lippe", fuhr rüber zum Tanker und machte mich mit meinem Horn lautstark bemerkbar. Nach den ersten Signalen bewegte sich ein Rollo, als ich aber nicht nachließ kam der Kapitän ziemlich "verschlafen" auf Deck. Ich machte deutliche Handzeichen und rief: „You´re slipping!“ Er schaute sich mehrfach um, antwortete: „Indeed!“ und verschwand zum Bug.

Danach erschienen zwei Besatzungsmitglieder, die Maschine wurde gestartet, der Anker aufgeholt und man versuchte erneut zu ankern, aber der Anker slippte erneut.

Also zog der Kapitän es vor, den Ankerplatz zu ändern. Die Ankerzeichen ließ er oben, die blaue Tafel hatte er auf der Backbordseite aufgeklappt, aber er querte ca. 100m ohne jegliches weiteres Signal vor einem talwärts fahrenden Frachter das Fahrwasser, ich nehme aber doch an, dass man sich via Funk über dieses Manöver verständigt hatte.

10 Minuten später lag er dann, wie andere Tanker auch, an der (gegenüber liegenden) rechten Rheinseite, ca. 1km weiter stromaufwärts.

Als ich zurückkehrte, wurde ich von Thomas gefragt, ob sich der Kapitän denn auch bedankt habe, ... die Antwort darauf musste ich ihm jedoch leider schuldig bleiben....

Hat jetzt meine kleine "Koreapelle" eventuell gar einen Schiffsunfall verhindert?  In der folgenden Rheinkurve hätte er ja leicht quer treiben können und das hätte bei dem Verkehr, der dort an diesem Tag herrschte, ggf. gar nicht gut geendet. Diesen Vorfall habe ich dann auch so im Binnenschifferforum berichtet.


8. Die Dicke Lippe im Hamburger Hafen

Mit dem 30PS Motor trauten wir uns dann auch im Rahmen der Wohnungssuche, (der Umzug nach Stade stand bei uns auf der todo-Liste), den Hamburger Hafen auf eigenem Kiel zu erkunden. Denn untergehen konnte die Dicke Lippe nicht, da hatte ich seit dem Schlechtwettereinsatz in Spanien schon mit dem 5PS Motor, vollstes Vertrauen zu dem Boot.

Dies erste eigene Fahrt durch den Hafen HH war wirklich ein besonderes Erlebnis.

Aber es sollte ja nicht die letzte Fahrt durch diese Metropole bleiben. Später war ich schneller mit der Pearl in der Stadtmitte, als man das mit dem Auto ab Stade je schaffen könnte. ..