Der Dampfpaddler
über Wasser, Wolken, Stahl und mehr. . .

Diodenlaser

Für meine Lederarbeiten habe ich mir ein neues Werkzeug gegönnt, exakte Zuschnitte, saubere Löcher für das Zwienähen ohne viel Arbeit waren die ausschlaggebenden Argumente. Aber ein Laser kann natürlich viel mehr. Nach intensiver Recherche habe ich mich für einen Laser von XTool entschieden, 

mit einem 20W Modul (guter Kompromiss zwischen feinem Laserstrahl für Gravuren, also 0,08mm x 0,06mm und Schnittleistung), ein blauer Laser mit 455nm Wellenlänge

und einem zusätzlichen 2W IR Modul (für feinere Gravuren mit sehr feinem Laserstrahl, also 0,03mm x 0,03mm), ein Infrarot Laser mit 1064 nm Wellenlänge.

Die unerläßliche Absaugvorrichtung Safety Pro AP2 mit 6-fachem Filter (Zyklon, Vorfilter, Feinfilter, Aktivkohlefilter, Kohlenstoffgeflecht filter und Hepa-Feinfilter) war in der Bestellung genauso dabei, wie der AirAssist und der Rotary Aufsatz für runde Gegenstände nebst Bauraumerhöhung.

Er ist einer der sichersten Laser am Markt, komplett eingehaust, darf also wie ein CD Spieler als Class1 Laser in jedem Raum ohne Schutzbrille betrieben werden. Giftige Dämpfe haben bei dem Filter keine Chancen und er arbeitet tatsächlich fast geruchsfrei.

Ehrlich, der Spaß fing mit dem Auspacken an. Ich habe noch nie ein so aufwändig verpacktes Gerät ausgepackt. Absolut perfekt, penibel und durchdacht. Das fängt bei breiten, großen Gurten mit Bügel und Klettverschluss um die Laser und auch Abluftfilter an, (beide je ~ 27kg schwer). Diese Gurte ermöglichen es die Geräte alleine ohne Hilfe durch eine zweite Person aus dem Karton zu heben. Bei den nochmals einzeln in Plastiktüten verpackten Geräten, war jeder Klebestreifen mit einer gelben Hinweislasche versehen, so dass man ihn a) schnell gefunden hat und b) einfach abziehen konnte. Diese Detailverliebtheit setzte sich bei der Transportsicherung des Schlitten fort. Auf beiden Seiten saß so ein Stopper, mit zwei Schrauben gesichert, auch wenn eine gereicht hätte. Und um dem eigenen Anspruch gerecht zu werden, war das kein 3D gedruckter Stopper oder simpler Kunststoffklotz, nein es war ein Teil aus zwei Materialien. Innen ein stabiler Klotz und ummantelt mit weichem Kunststoff. Überhaupt die gesamte Verarbeitung... Die pulverbeschichtete Bodenwanne musste ich abschrauben um den Erhöhungsrahmen zu montieren. Unter den 9 Schrauben mit unverlierbaren U-Scheiben hat man das Blech nicht pulverbeschichtet, sondern eloxiert, damit die Pulverbeschichtung nicht duirch die Schrauben beschädigt werden kann. Die Wanne wurde dann mit 14 Schrauben unter dem neuen Rahmen mit längeren Schrauben befestigt, die ebenfalls auch alle mit Loctite vorbereitet waren. Kein Kabel hängt rum, alles in ordentlichen Kabelschläuchen in Schleppketten untergebracht. 5 Flammsensoren, die entweder einen Alarm ausgeben oder eine automatische Löschvorrichtung mit CO2 auslösen.
Ich war begeistert und verfasste in diesem Sinne auch eine 5 Sterne Bewertung. In dieser schrieb ich als leise Kritik, dass ich den AirAssist für zu laut empfand, zumindest bei ihrem eigenen Qualitätsanspruch und erwähnte, dass meine Aquarienpumpen mit etwa gleicher Leistung fast geräuschlos arbeiteten. Am nächsten Tag bekam ich einen Brief vom support mit Ticket-Nr. und der Bitte, ein Video zu schicken, und zu prüfen ob der Luftfilter korrekt eingesetzt sei und ob die Schrauben fest waren. Ende vom Lied: Maqn schickt nun einen neuen kostenlos. Wie gesagt. Das war eine 5 Sterne Bewertung und keine Reklamation! So etwas habe ich noch nicht erlebt, ich hatte zwar gehöt XTool hätte einen guten support, aber...
Bevor ich ihn zum richtigen Arbeiten an meinen Ledersachen benutze, muss ich ja lernen mit dem Teil umzugehen und spiele ich damit einfach ein wenig rum. Eine flache Lernkurve und eine perfekte Steuerungssoftware bringt er auch noch mit, (kostenlos, Lightburn was normal für alle Laser empfohlen wird und heftige Lizenzgebühren verlangt ist völlig unnötig und könnte nicht mal alle Funktionen unterstützen.) Eine kleine Materialauswahl wurde auch mitgeschickt, damit man erste Erfahrungen machen kann...
Hier eine kleine Auswahl der ersten Versuche.
Ein Stück meines 3,5mm Leders Schnitt und Gravur perfekt:

Und das ist das Ergebnis des ersten Versuchs, einfach perfekt - ohne jeglich Lernkurve, intuitive Führung, sehr umfangreiche Materialbibliothek, innovative Positionierung, einfach nur wunschlos glücklich....

Der Schnitt sehr exakt und  die Gravuren auch mit dem 20W Modul durchaus auf Leder sehr fein und durchgängig nutzbar...

Dann testen wir mal weitere Materialien

Auch komplette Durchbrüche lassen sich in 18mm Akazienholz herstellen

Auch Schiefer ist gut zu verwenden

Spiegel sind ebenfalls (von der Rückseite spiegelverkehrt gelasert) toll und exakt zu verarbeiten, 

ich werde ich noch einige zusätzliche Bilder einstellen, allerdings lassen sich die Ergebnisse nur schwer fotografieren.

Hin und weg war ich aber bei Glasflaschen. Billige Bierflaschen reißen zwar schnell, aber durchsichtige Flaschen, mit Tempera-Farbe beschichtet lassen sich wirklich sehr gut lasern...

Nachdem ich festgestellt habe, wie fein man Glas lasern kann musste man das noch etwas verfeinern.

Dann der Wechsel zu Metall und dem IR Modul. Tiefengravuren sind mit diesem Laser nicht möglich, dazu braucht man einen Fiber-Laser oder noch besser einen UV-Laser. Mit diesem Laser lassen sich Metallartikel aber dauerhaft beschriften. Man kann sogar Edelstahl mit den Anlassfarben bunt lasern... Verwendet habe ich Temperafarbe, Sprühfolie (dazu später mehr), gewöhnlich Lack und auch das sauteure MarkSolid114. Hier auf einem Bajonett von 1886.

Mein altes Bootsmesser, ein Helle Eggen wurde sowohl die Lederscheide auch auf der Klinge und dem Griff veredelt. Dem Griff gönnte ich mehrere Durchgänge um eine tiefe Gravur zu erzeugen, die bei Nässe die Rutschfestigkeit erheblich steigert.

Dann ein Küchenbeil. Hier habe ich mit Sprühfolie gearbeitet und 

das Logo dann mittels Elektroätzen (Tief Gravur mit 12V Gleichstrom) bearbeitet, man sieht hier deutlich den Unterschied zwischen Signieren und Gravur.

Mein Zippo ziert nun auch mein Wappen...

...wird fortgesetzt

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