über Wasser, Wolken, Stahl und mehr. . .

Die Kanu (Auto) Dampfe

Eine Kanudampfe?

Die Autodampfe hat ihren Ursprung in der Kanudampfe. Die Aufgabenstellung ist bei beiden Anwendungen ja ähnlich. Aber beim Auto kommt ja auch noch die Sicherheit hinzu, aber mehr dazu weiter unten.

Denn die Problemlösung resultiert eben einfach aus der Kanuproblematik. Im Kanu braucht man eben beide Hände man beim Paddeln. Keine Hand zum "Feuern", keine um die Dampfe an die Lippen zu halten. Die Kippe war da ja problemlos. Sich eine Gedrehte zwischen die Lippen zu stecken funktionierte immer ganz einfach...



Die Dampfe aber, wie eine Kippe mit den Lippen zu halten, ist einfach nicht möglich und gefeuert werden muss ja auch noch irgendwie. OK, man kann nun hingehen, und nimmt eine eleaf iCare , die hat eine Zugautomatik, aber für den "entspannten" Mundwinkel ist selbst diese, (sehr leistungsschwache), Dampfe zu schwer. 


stealth-Dampfe mit Tarnaufkleber Voice Care


Wenn einem diese Lösung für draussen ausreicht, kann man sogar mehrere davon, in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen etwa, in einen Mundharmonikahalter klemmen und sich ums Genick hängen. (Nur für das Auto ist dies natürlich keine geeignete Lösung.)

Was also tun? Ich hatte viele Dampfen, mit völlig unterschiedlichen Konzepten. Auch meine Eigenbauten, die nur stationär verwendet werden konnten. Aber was konnte ich denn nun für das Paddeln adaptieren?

Outdoor wilkl ich nun mal gerne eine richtige Portion Dampf und guten Geschmack. Das darf ja gerne stationär sein, der Zuladung im Kanu sind da wenige Grenzen vorgegeben.... Was lag also näher zum Genußdampfen auf dem Wasser: Ein Schielen zur Sofadampfe ist da doch durchaus drin...



Anfangs bestand die Idee, einfach eine kleine Shisha im Kanu halbkardanisch aufzuhängen, aber nach dem Test völlig ohne Wasser, bestand der hochgradige Verdacht, ein schlichter Adapter, vom Aspire proteus auf einen Shisha-Schlauch, könnte schon die finale Lösung sein.





Die Lösung fürs Kanu

Es sprach alles für diese Lösung, gute Leistung (fast 80-60W), Akkus wechselbar, Zugautomatik, ausreichend großes Liquidreservoir, (das wurde in allen Punkten sogar verbessert, bei der neuen Proteus V1.1, ob die neue Tank- / Verdampfereinheit neben mehr Leistung dank der 0,16 Ohm Coils eine geschmackliche Verbesserung darstellt, werde ich später testen und nachreichen).

Hier nochmal das Gerät mit altem Tank und wie bereits in der Sofadampfe³ vorgestellt:



Nun habe ich einfach aus Holz einen Adapter hergestellt, aus einer soliden Basis und einem Shisha Kopfhalter (3), der auf der anderen Seite einen passenden Durchmesser (12mm) für den Standard-Silikon-Shishaschlauch aufweist. Da ich aus technischen Gründen den Anschluss tief in den Adapter eingepasst habe, wurde zur zuverlässigen Abdichtung ein weiterer Silikonkegel (4) benötigt, dadurch saß der Anschluss im Proteus flacher,  dichtet aber zusammen mit der Original-Kegeldichtung (5) sicher ab. Bedingt durch die Schmierfähigkeit des Liquids muss das Gerät aber immer mit einem gewissen Druck auf die Basisplatte gedrückt werden. (Beim Provisorium noch durch schnödes Festbinden über Kreuz erreicht, übernehmen das nun beim "fertigen Gerät" zuverlässig die Klettverschlüsse. So kann dann auch ein Akkuwechsel schnell erfolgen.)



  1. Proteus (hier ohne Tank, um bei der Arbeit keine Flecken auf dem Leder zu verursachen...)
  2. Basis (bestehend aus 3mm Sperrholz mit Bohrung 12mm und einer wasserfesten Tropenholzmassivplatte mit Bohrung 15mm)
  3. Shisha-Kopfhalter mit 12 mm Stutzen
  4. zusätzliche Kegeldichtung aus Silikon
  5. Original Proteusdichtung


Mit diesem Adapter nahm ich erst mal ein Provisorium auf dem Kanu in Betrieb. Die "Popotasche einer Jeans ausgeschnitten, ein dünnes Seil und drei Löcher reichten dazu völlig aus. Dieses Konstrukt wurde einfach am Tragejoch im Kanu angebunden:



Der Silikonschlauch konnte unter dem Hemd / T-Shirt verlegt werden und war dann mit den Lippen jederzeit einfach erreichbar. Der Schlauch konnte so leicht im Mund gehalten werden und ermöglichte, ohne jegliche Unterbrechung zu paddeln und bei Bedarf und Gusto zu dampfen, wie man wollte. Perfekt!




Schon waren beide Hände frei zum paddeln...



Oft war nun von anderen Booten zu hören:  "Boah, der hat da ja ´ne Shisha dabei..."

Nachdem ich dieses Preovisorium fast 2 Jahre benutzt habe, (denn nichts ist haltbarer, als ein Provisorium), wußte ich recht genau was ich wollte:


Die finale Kanudampfe

Das Gerät muss schnell herausnehmbar sein, der Tank muss sichtbar sein, um jederzeit den Liquidstand (!) vor Augen zu haben, es muss im Behälter geladen werden können und ich will auch die Ladekontrolle direkt sehen können. Der Entwurf ware im Kopf schnell vorhanden, es sollte vorhandenes Leder benutzt werden, zweifarbig finde ich dabei hübsch...

Die Maße ergeben sich aus den Abmessungen der Basis, die bis zum gemessenen Geräterand fortgeführt werden, an der Vorderseite sind die späteren Laschen, (beim Abstand der Laschen ist unbedingt die Breite des Tanks zu beachten!), mit Klettband zuzuschlagen. Die Seitenteile werden, bei einem Anhaltetest am zusammengebauten Gerät, nach dem Erstellen des orangen Rohlings gemessen. Die Aufstandfläche der Basis wird allerdings auch bei dem Seitenteilrohling berücksichtigt, ebenso wie die der Aufhängung dienenden seitlichen Lederlaschen, an denen ich einen verstellbaren Schulterriemen festmachen möchte. Eng werden dürfte es so dann nicht, nimmt doch auch die Gehäusebreite des Proteus mit der Gerätehöhe leicht ab.

Den Boden des Lederbehälters wollte ich für eine saubere Auflage doppelt und verklebt ausführen. Es mussten also nur 2 Teile ausgeschnitten werden. (Im Hintergrund hier gut zu sehen, der zusammengesetzte Adapter!)



Wichtig ist, die Seitenteile wirklich exakt zu zentrieren und absolut rechtwinklig auszurichten. Mit Hilfslinien auf der Basis und den Rohlingen ist dies bei exakter Arbeitsweise aber kein großes Kunststück...



Zum Verkleben von Leder empfehle ich Kövulfix, ein Kontaktkleber, es entscheidet nach kurzem Anlüften (5-10 Minuten) der tatsächliche Anpressdruck und nicht die Dauer des Pressens!



Dann gilt es sich die Art der Nahtund die Fadenführung zu überlegen. Bei der seitlichen Naht habe ich mich für eine verschränkte Naht schon beim Zuschnitt entschieden, ich wllte keine dicken doppelten Ledernähte haben, weder innen noch aussen, daher habe ich hier auch keinen Zuschlag für die Natht vorgesehen. Die Laschen werden mit dem Kreppband (Häkchen) beklebt und ebenfalls vernäht, da die Kreppverschlüsse ja mechanisch stark belastet werden und eine reine Klebung auf Dauer irgendwann nachgibt.Das Klettflauschband kommt auf die Gegenüberliegende Seite und wird ebenfalls verklebt und vernäht. Hier ist das Nähen etwas kniffliger, da die Aussenseite in einem mit der Behälterseitennaht erfolgt. Die vorgesehenen Nähte werden angezeichnet...



die Klettstreifen passend zugeschnitten, provisorisch fixiert und dann alle benötigten Löcher mit der Lochzange vorgestanzt.



Von der "Sichtseite" ist das dann wieder hübscher...



Jetzt werden auch die Klettverschlüsse vernünftig verklebt...



und vor dem vernähen noch ein Test durch Anprobe an Basis und Gerät. Die Lederlaschen werden abgemessen und über eine abgeknippste Stecknadel verklebt, so sollte ein Ausreißen / Aushängen vermieden werden.



Jetzt werden die Laschen mit dem Klettband dauerhaft vernäht.



Dann der Behälter Sich für Stich zusammengenäht und die Enden auf der Innenseite  fein versäubert.



Natürlich darf auf der Vorderseite mein "Branding" nicht fehlen, das habe ich vor dem Nähbeginn noch eingebrannt. Allmählich gefällt mir mein Machwerk schon ganz gut.



So sieht nun die finale Version aus. Hier die Rückseite mit dem Ladeanschluss, der Ladeanzeige und dem Klettverschluss.



Gut zu sehen die Ladeanzeige, wichtig gerade im Auto, beim Passthrough mittels USB-Aufladung...



Hier gut zu sehen, die Befestigung des Schultergurt an den seitlichen Laschen. Auch sieht amn wie schön die Klettbandlaschen am Tank vorbeipassen. So ist es einfach, den Tank abzuschrauben und gegen den Tank der V1.1 zu tauschen, oder auch einfach beim Befüllen das Leder nicht zu bekleckern.



Hier die Vorderseite



Selbst der Boden mit dem Schlauchanschluss sieht sehr gediegen aus.




Ideal als Autodampfe...

Nun, bei kurzen Fahrten kann man die Tagesdampfe nutzen, aber bei weiten Strecken, will ich weder regelmäßig Akkus tauschen, noch auf Leistung und Geschmack verzichten wollen, daher habe ich im Auto bisher eher kräftige Geräte, wie z.B. den DNA 250 benutzt. Er passte im Design und auch mit dem Display konnte man schön spielen...



Aber der leckere CrystalBall wollte regelmäßig gefüllt werden, was bei diesem Verdampfer unbedingt auch Küchenpapioer bedarf. Aber anhalten um Liquid aufzufüllen? Ich tauschte den Verdampfer gegen einen Flash-e-Vapor (1 x Airflow) mit Tankverlängerung. Der hielt schon recht lange Fahrten durch und musste unterwegs nicht "betankt / geladen" werden. Nur die Leistung fand ich auf die Dauer eher lasch. Au8ch die Nikotinmenge war mit 9mg/ml recht hoch. Ich wechselte auf den Flashi dD, gestackt auf VaporGiant 32mm.



Klasse, jetzt passt Leistung, Dampfmenge und Langstreckentauglichkeit. Sicher gab es blöde Blicke, wenn jemand rüberschaute, das Ding hat ja wirklich XL-Format. (Das bekommt man mit den Worten: "Ist doch nur meine E-Zigarette!", niemals an einer Security vorbei.) Ein anderer Aspekt verbrämte mir aber irgendwann doch den Genuss:

Hey, das ist eine massive Metallstange mit >1.000g Gewicht! Gibt es im Auto mal einen unerwarteten Einschlag beim Dampfen und der Airbag öffnet sich, ist man schlicht tot. Der Airbag wird da unerbittlich die Dampfe gegen den Kopf schleudern, mit einer Gewalt, der man aber auch gar nichts entgegenzusetzen hat. Bei längerem Nachdenken und Eigenbeobachtung stellte ich fest, dass ich beim Dampfen alle meinen lieben mechanischen Tubes im Auto auch fast senkrecht zum Airbag benutze. Sollte er öffnen, triebe er mir das DripTip bis in die Wirbelsäule. Selbst handliche Dampfen würden zumindest schwere Verletzungen verursachen.

Brutale Gedanken? Sicher, aber beobachtet euch selbst und spielt dann die Situation eines unerwarteten Aufpralls mal durch...!

Da war sie dann wieder im Spiel. Die Kanudampfe! Man konnte sie im Auto aufhängen, sogar via USB dank passthrough-Fähigkeit permanent nachladen und sie hat einen großen Liquidvorrat (10ml), musste also selten gefüllt werden. Aber vor allem: Es ist eben nur ein Silikonschlauch mit einer leichten DripTip-Hülse aus Kunststoff. Kaum Gewicht und bei weitem nachgiebiger als Metall & Co. Im schlimmsten Fall, wäre dies das kleinste wählbare Übel.

Gesagt, getan und ausprobiert.

Was soll ich sagen? Es ist perfekt und von nun an sogar recht ansehnlich. Mit dem Schultergurt an eine Kopfstütze gehangen oder an einem Handgriff, USB - Kabel dran und man kann lange Strecken komfortabel und sicher zurücklegen. Man ist nicht nur selbst sicherer, auch etwaige Mitfahrer werden so bei einem Unfall vor einer im Auto umherfliegenden Dampfe bewahrt...



Man kann sie an einer Kopfstütze festmachen, wenn ma alleine unterwegs ist, siehe oben, es geht aber auch an der Rückseite des Fahrersitzes oder einem Haltegriff, oder an den Rückbankkopfstützen, (die Länge des USB Kabels hängt natürlich von den möglichen Anschlüssen im Auto ab).

Gut, im Geschmack sind durch den voluminösen Schlauch Grenzen gesetzt, (der dafür aber das Kondensat vom Dampf gut wegpuffert, wenn es beim ziehen mal gluckert, einfach "ausleeren", ist aber eher selten). Aber etwas mehr Aroma bei 1,5mg/ml und bin ich unterwegs schon zufrieden. Da werde ich auch den Proteus1.1 ordern und prüfen, ob er noch besser geeignet ist. Sonst könnte ich auch noch mal einen dünneren und kürzeren Saugschlauch verwenden und beide Verdampfer alternativ mit eigenen Coils und rund 0,5 Ohm wickeln. Ergebnisse teile ich dann auch hier wieder mit...

to be continued....



oder